18. Das Benediktinerkloster
Die Abbildung zeigt die Rückseite des Wohnhauses der Benediktiner Mönche, im Innern der Stadtmauern, gesehen vom heutigen Viale della Stazione (der Bahnhofstrasse) her. Die Gärten erstreckten sich bis zu den Hängen des Montebello. Auf der Vorderseite blickten das Kloster, seine Kirche und die angebauten Schulgebäude zur Via Codeborgo.
Eine erste Klosterschule, genannt Trifoglio (Klee) hatten die Jesuiten im 17.Jahrhundert eröffnet. 1675 wurden sie von den Benediktinern aus Einsiedeln abgelöst. Der Kloster- und Schulbau erhob sich auf drei Stockwerken mit Loggien.
Im 19.Jahrhundert erlitten Kirche und Kloster die Folgen der Säkularisierung. Im Wohntrakt der Benediktiner wurde am 1.August 1801 das politische Leben des neuen Kantons eingeweiht, und am 20.Mai 1803 fand hier die erste Sitzung des Tessiner Grossen Rates statt.
1927 wurde der 1761 erbaute Kirchturm abgebrochen. Auf den Grundmauern des Laubengangs wurde ein grosses Lagerhaus gebaut. Heute sind noch die Reste des Kirchenschiffs erhalten – es handelt sich um den Durchgang mit dem Namen galleria dei Benedettini (Galerie der Benediktiner).
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