| Annäherungshindernis |
Gräben, Mauern oder Verhaue, die eine feindliche Annäherung
an eine Befestigungslinie erschweren. |
| Armbrust |
Schusswaffe
des Hoch und Spätmittelalters. Verschiesst mit der Schnellkraft
eines Bogens aus Holz, Horn oder Stahl Bolzen bis auf eine Distanz
von 80-100 m. |
| Aussenwerk |
Vorgeschobene
Befestigungsanlage zur Rundumverteidigung. Mit der Hauptbefestigung
nicht direkt verbunden. |
| Bastion |
Turm mit Wehrplatte
und gewölbten Innenräumen, ausgestattet mit Artillerie. |
| Bering |
Wehrhaft ummauertes
Areal einer Burg oder deren Ummauerung selbst. Ringmauer. |
| Bombarde |
Schweres Belagerungsgeschütz
des Spätmittelalters, verschiesst Steinund Eisenkugeln in
gestreckter Flugbahn. |
| Brustwehr |
Mauer zum
Schutz der Verteidiger gegen direkten Beschuss, reicht in der Regel
bis auf Brusthöhe. |
| comaskisch |
Zur Stadt
oder zum Bistum Come gehörig |
| Dendrochronologie |
Datierungsmethode
für historisches Holz nach dem Prinzip der Abfolge von Jahrringen. |
| Engnis |
Schmaler, durch
Berge, Felsen oder Gewässer eingeengter Geländeabschnitt,
der sich zum Sperren besonders eignet. |
| Glacis |
Unbesetztes
Vorfeld eines befestigten Platzes. |
| Glacis |
Glacis.
Massives, eisenbeschlagenes Gitter aus Holz, das in der Toröffnung
hochgezogen und heruntergelassen wird. |
| Feldschlange |
Spätmittelalterliches
Feldgeschütz auf Lafette, verschiesst Stein und Eisenkugeln
von ca. 10 cm Kaliber. |
| Flankierungsturm |
Aus
der Mauerflucht vorspringender Turm, von dem aus das Vorgelände
der Befestigungslinie seitlich unter Beschuss genommen werden kann. |
| Fortifikation |
Befestigte
Anlage. |
| fortifikatorisch |
Befestigungs
oder verteidigungstechnisch, zu einer Wehranlage gehörig. |
| Fourage |
Gewaltsam beschaffte
Lebensmittel für eine Truppe. |
| fouragieren |
Einbringen
von ' Fourage, gewaltsames Beschaffen von Lebensmitteln durch die
Truppe in der Umgebung ihres Standorten. |
| Garnison |
Ständig
oder längere Zeit in einer Festung einquartierte Truppe. |
| Hakenbuchse |
Spätmittelalterliche
Handfeuerwaffe, genannt nach einem Haken am Lauf, mit dem der Rückstoss
aufgefangen wird. Die Hakenbuchse verschiesst Bleikugeln von 12,5
cm Kaliber. Grössere Modelle und Kaliber bis zu 4 cm sind
nur stationär verwendbar («Doppelhaken»). |
| Halsgraben |
Als Annäherungshindernis
dienender Graben, der einen Höhenrücken quer schneidet. |
| Kastell |
Garnisonsiestung
in römischer Zeit, Im Mittelalter Befestigungsanlage in römischen
Traditionen. |
| Kastellan |
Kommandant
einer landesherrlichen Burg, evtl. ausser mit militärischen
auch mit zivilen Verwaltungsaufgaben betraut. |
| Kohorte |
Römische
Heereseinheit, zu Fuss oder beritten, gegen 1000 Mann stark |
| Maschikuli |
Aus der
Mauerflucht vorspringender Zinnenkranz oder Erker mit senkrecht
nach unten weisenden Öffnungen zur Verteidigung des Mauerfusses. |
| Merlatura |
s. Schwalbenschwanzzinnen, |
| Murata |
Grosse Sperrmauer,
in Bellinzona Bezeichnung der im 15. Jahrhundert errichteren Mauer
zwischen dem Casseigrande und der Talflanke rechts des Ticino. |
| Portone |
Grosses Tor.
In Bellinzona Name für den Torturm in der Murata westlich
des Castel Grande. |
| Ridotto |
Innerer Wehrbezirk
einer grösseren Befestigungsanlage. In Bellinzona Bezeichnung
für die Kernanlage um die Torre Bianca auf dem Castel Grands. |
| Ringnnauer |
Umfassungsmauer
einer mittelalterlichen Burg, ausgestattet mit Verteidigungseinrichtungen. |
| Rundbastion |
Baston
mit rundem Grundriss. |
| Schenke/mauern |
Ungefähr
parallel laufende Wehrmauern, die zwei Befestigungsanlagen miteinander
verbinden. |
| Schwalbenschwanzzinnen |
Zinnen mit einem gespaltenen Abschluss, der an einen Schwalbenschwanz
erinnert. Die Zinnenform wird bisweilen zu Unrecht den Ghibellinen,
der kaisertreuen Partei in Italien, zugewiesen. |
| Torre |
Italienisches
Wort für Turm. |
| Torretta |
Italienische
Bezeichnung für einen kleinen Turm. In Bellinzona Name des
Turmes, der die Murata gegen Westen abschliesst. |
| Vorwerk |
Vorgeschobene
Wehranlage, mit der Hauptbefestigung durch Mauern, Laufgänge
oder sonstige Einrichtungen direkt verbunden. |
| Wachtturm |
Wehrhafter
Turm, eingerichtet zur Beobachtung und Überwachung eines Geländeabschnittes. |
| Wehrgang |
Gedeckter
oder offener Gang, der den oberen Abschluss einer ' Ringmauer bildet
und mit Verteidigungseinrichtungen, meist Schiessscharten oder
Zinnen, ausgestattet ist. |
| Wehrplatte |
Oberer Abschluss
eines wehrhaftes Gebäuden, meist eines Turmes, von dem aus
der Verteidigungskampf geführt wird. |
| Wuistgesims |
Aus der
Mauerflucht vorspringende, horizontal laufende Steinreihe mit wulstförmigem,
halbrundem Profil. |
| Wurfschacht |
Senkrechter
Schacht in einer Wehrmauer zum gedeckten Abwurf von Steinen oder
heisser Rüssigkeit, häufig über einem Tor angebracht. |
| Zinne/Zinnenkranz |
Oberer
Abschluss eines Wehrbaues mit schildartig hochgezogenen Maueraufsätzen. |
| Zugbrücke |
Bewegliche
Holzbrücke vor einem Tor, die bei feindlicher Annäherung
hochgezogen wird. |
| Zwinger |
Von Mauern
eingefasster, Ianggestreckter Hof zwischen einem äusseren
und einem inneren Burgtor. |